„Nach ‚Vernissage’ wurde nun im Katakomben Theater die deutschsprachige Erstaufführung seines Zweipersonenstücks ‚Oskar und Ruth’ mit stürmischem Applaus gefeiert – und damit die schauspielerische Glanzleistung von Ingo Biermann und Charis Nass.

Das ist absurdes Theater, zuweilen von tragischer Komik, die der Autor selbst rasant und mit großer Leichtigkeit auf die Bühne des Künstlers Eugen Bednarek gebracht hat. Der schlichte Raum wird von einem roten Teppich, der an eine Oscar-Verleihung erinnert, dominiert. Das Paar ist festlich gekleidet (Kostüme: Wanda Korfanty-Bednarek). Es tanzt und spielt. Mit sich und mit dem Publikum. Begleitet von Olo Walickis emotionsgeladener Musik.

Ingo Biermann und Charis Nass, die beide in den letzten Jahren zum Bosse-Ensemble des Grillo-Theaters gehörten, beherrschen das Spiel als langweilig-liebevoller Oskar und als schrille Ruth perfekt. Vor allem ihre Komik ist umwerfend. Mit dem Unwesentlichen verschleiern sie das Wesentliche, doch bleiben die Szenen einer langjährigen Ehe stets durchschaubar. Sie gurrt, er murrt. Sie fordert, er folgt. Und wenn er ausrastet, weil sie ihn wieder mal herrichtet, fein macht, mit Spucke abwischt, ist das jene Normalität, die bei aller Absurdität in dem Stück steckt.“

(Dagmar Schwalm, WAZ)

„Wahren Feuereifer beweist das Schauspieler-Duo Ingo Biermann und Charis Nass, dessen Darstellung von Ingmar Villqists „Oskar und Ruth“ man nur perfekt nennen kann. Mal zärtlich, mal traurig, mal hysterisch, durchweg übertrieben, aber nie unpassend füllen sie die spartanisch dekorierte Bühne (Eugen Bednarek) im Katakomben-Theater mit Leben.

Vor allem für die Arbeit der beiden ehemaligen Ensemblemitglieder des Grillo Theaters gab es bei der ausverkauften Premiere reichlich Applaus, ebenso für die gewitzte Textgrundlage von Ingmar Villqist, der auch für die Inszenierung verantwortlich zeichnet.“

(Helen Sibum, NRZ)

„Ingmar Villqist beschreibt die Metamorphosen einer Beziehung. Dabei erzählen Oskar (Ingo Biermann) und Ruth (Charis Nass) einfach aus ihrem Leben. So wie es gewesen ist, oder wie es hätte sein sollen. Solche kleinen Rollenspiele sollen wieder Schwung in ihre Beziehung bringen.

Die zaghaften ersten Annäherungsversuche im Stadtpark gehören genauso dazu wie der leicht genervte Sonntagsausflug mit der senilen Verwandtschaft. Oskar und Ruth tanzen sich durch Ballsäle und erleben Kriegsabenteuer, immer auf dem schmalen Grat zwischen Groteske und anrührendem Beziehungsdrama.

Ruth ist die treibende Kraft des kleinen Dramas. Charis Nass tritt energisch auf, feuert spitze Bemerkungen ab, wirft sich Oskar pathetisch an die Brust. Oskar ist da eher der Getriebene. Ingo Biermann beherrscht die fragend-genervten Blicke genauso wie den plötzlichen Ausbruch der Gefühle - wenn Oskar gelegentlich der Kragen platzt.

Doch bei all dem humoristischen Paar-Gehabe verlieren die beiden die eigentliche Frage nicht aus den Augen: Wie rettet man die Liebe vor der Langeweile? Oskar und Ruth überdrehen die Suche nach dem letzten Kick, schreiten ausgesprochen humorvoll zur eigenen Hinrichtung.“

(Jörn Funke, Westfälischer Anzeiger)

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